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Das Projekt BE IN HOPE für Straßenkinder
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Report of ASASE's Director's visit to Juba - Be in Hope Program >>
(March 2017, pdf)


Mit dem internen Konflikt ist auch die Zahl der Straßenkinder in Juba gestiegen. Man schätzt ihre Zahl auf mehr als 3 000.
Eine Südsudanesin hat im Schnitt 5, 6 Kinder. Von Krieg und Hunger gezwungen bitten (?) manche Familien auf dem Land ihre Kinder, in die Stadt zu wandern, sich irgendwie durchzuschlagen und Geld nach Hause zu bringen. Davon sind auch Mädchen betroffen, wenn auch 6-7mal weniger oft.
Mit der Zeit verlieren die Kinder Kontakt zu ihren Familien, bis sie schließlich nichts mehr voneinander hören. Sie haben nichts, schließen sich in ihrem Elend zusammen. Sie lungern am frühen Morgen oder am Abend, wenn die Händler weggehen, auf den Märkten herum und ernähren sich von dem, was sie aufsammeln. Manche, die etwas können, führen kleinere Arbeiten aus: putzen Schuhe, sammeln Flaschen ein, waschen Autos... Die Jüngsten betteln.
Sie sind dem Hunger ausgeliefert, erleiden Gewalt aller Art, nehmen Drogen, werden leichte Beute für jedermann und schließen sich Gangs oder bewaffneten Milizen an.
Gewalt beherrscht alle ihre Beziehungen, und paradoxerweise werden die Kleinsten von den Älteren sowohl bedroht als auch beschützt: Die Schwächsten werden von den Stärkeren geschlagen und misshandelt, diese zwingen sie zu stehlen, wenn sie beschützt werden wollen.
Die Hälfte der Straßenkinder sind praktisch Analphabeten mit nur einem oder zwei Jahren Volksschule.

Unser Projekt wurde 2013 von ehemaligen Begünstigten des Projekts für Straßenkinder der Vinzenzgemeinschaft Khartum initiiert, das ASASE 30 Jahre lang unterstützt hat.

Seit September 2014 führt die Vinzenzgemeinschaft Juba das Projekt Be In Hope, das 15 Jungen versorgt und ihren Schulbesuch garantiert. Sie lebten Tag und Nacht auf der Straße, manche drei Jahre lang.

Das globale Ziel des Projekts Be In Hope ist, einige Kinder endgültig von der Straße weg zu bringen. Die einzelnen Zielsetzungen sind:
  1. Die Grundbedürfnisse der Straßenkinder zu erfüllen (ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Pflege, Kleidung)
  2. Stabile Rahmenbedingungen aus Sicherheit und familiären Umfeld, die ihre individuelle Entfaltung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglichen
  3. Zugang zu Schul- oder Berufsbildung
  4. Den Begünstigten helfen, sich wieder auf Dauer in ihre Familien zu integrieren oder selbständig zu werden.

Ein Aufnahmezentrum wurde 2015 auf einem 2,5ha großen Areal in Rajaf errichtet, einer Ortschaft mit ca 10 000 Bewohnern, ca 10km von Juba entfernt am Ostufer des Nils gelegen.
2016 wurde ein Brunnen gegraben, denn die Kosten für Wasser waren mit dem Preis für Treibstoff zu hoch geworden.

Das Projekt verfügt auch über einen Minibus, einen Laptop, einen Fernseher.

Das bewirkt Ihre Spenden:

Mit 1100 CHF (1000 €) übernehmen Sie drei Monate lang sämtliche Kosten für ein ehemaliges Straßenkind in Juba, der Hauptstadt des Südsudans.

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