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Das Projekt "Berufsausbildung" im Nordsudan
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Dieses Projekt wurde 1990 ins Leben gerufen, um den Menschen in den Flüchtlingslagern an den Stadtgrenzen von Khartum zu mehr Eigenständigkeit zu verhelfen.

Es hat sich laufend weiter entwickelt und 2006 in der Ausbildung von ungefähr 2000 Menschen (Männer und Frauen) in 5 Zentren gegipfelt. Seither hat die Teilnehmerzahl aus mehreren Gründen abgenommen:

  • Geringere Finanzierungsbeiträge aufgrund der weltweiten Wirschaftskrise.

  • Jahrelang haben internationale NGOs die Ausbildung Erwachsener in unseren Lehrwerkstätten genützt, aber viele unter ihnen mussten das Land verlassen, nachdem der Internationale Gerichtshof im März 2009 einen Haftbefehl für den sudanesischen Präsidenten wegen Völkermords in Darfur erlassen hat.

  • Die angekündigte Teilung des Landes, dann die Entstehung des neuen Landes Südsudan 2011, haben Hunderttausende Flüchtlinge bewogen, in ihre Heimat zurück zu kehren.

Im Jahre 2011 wurden im Zentrum von Wad El Bashir 170 Personen ausgebildet. In diesem Zentrum gibt es Lehrwerkstätten für Tischler, Maurer, Schweisser, Elektriker, Schneider, Ausbildung zum Sekretär (Informatik) und Klimatechniker.

Jede Ausbildung dauert 6 Monate. Das mag kurz erscheinen, aber für diese Bevölkerungsgruppen ist es wesentlich, eine Grundausbildung zu erlangen, die es ihnen ermöglicht, sofort für ihre Bedürfnisse aufkommen zu können. Die UNO hat mittels der UNIDO dieses Programm evaluiert und es ausgezeichnet als Programm mit schneller Wirksamkeit.

In einem weiteren Zentrum, Gabarona, erhielten im Jahr 2011 150 Erwachsene in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz eine Ausbildung in Gesundheitswesen / Hygiene / Erste Hilfe / Sensibilisierung für AIDS. Die Absolventen können ihre Ausbildung in einem Spital weiterführen, und es ergibt sich, dass manche als medizinische Assistenten angestellt werden.

Mehr als 60% der Absolventen finden binnen 2 Monaten eine Arbeit, die Hälfte davon machen sich selbständig.

Zahlreiche Absolventen unserer Kurse setzen ihre Kompetenz zum Wiederaufbau ihrer Heimat im Süden ein.

1986-2014

Mit Januar 2015 hat ASASE aufgehört, dieses Projekt zu unterstützen, ebenso wie alle anderen humanitären Projekte, die seit 1986 eingerichtet worden waren.

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